"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen,
sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein" (Perikles)  

Demografischer Wandel

in der Oberpfalz

Städtebau und Städtebauförderung

Städtebauliche Planungen reichen in der Regel weit in die Zukunft, die realisierten Projekte prägen unsere Städte und Gemeinden über Generationen. Es ist deshalb besonders wichtig, dass Gemeinden die von Ort zu Ort sehr differenzierten Auswirkungen des demografischen Wandels sorgfältig analysieren und bei den anstehenden Planungsentscheidungen berücksichtigen. Bei einer Ausweisung neuer Siedlungsflächen helfen die kritische Prüfung des langfristigen Bedarfs, die Berücksichtigung von Baulücken und die Revitalisierung von Brachflächen teuere Fehlinvestitionen zu vermeiden. Für die meisten Gemeinden in der Oberpfalz wird die sogenannte Innenentwicklung Vorrang haben. Zu den damit verbundenen schwierigen Planungsaufgaben bietet die Regierung der Oberpfalz den Kommunen vielfältige Hilfestellung an.

Der demographische Wandel trifft in vielen ländlichen Regionen zuerst die Ortskerne. Hier werden der zunehmende Funktionsverlust, Leerstände und Brachflächen besonders deutlich. Die Entwicklung ist deshalb so kritisch, weil gerade die jetzt gefährdeten historischen Ortszentren das bisher stabile Rückgrat unserer Kultur bilden, Identität und Heimat sichern. Diese Abwärtsspirale zu durchbrechen, ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Städtebauförderung in der Oberpfalz.

Die Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen, für das Planen und Bauen im demo-graphischen Wandel gibt es keine einfachen Lösungen, keine Patentrezepte. Gefordert sind zukunftsweisende Strategien und innovative Lösungsansätze, die folgenden Beispiele und Hinweise bieten dazu Anregungen.