"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen,
sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein" (Perikles)  

Demografischer Wandel

in der Oberpfalz

Die familienfreundliche Gemeinde
attraktive Angebote für Familien

Weniger Kinder bedeuten weniger Bildungseinrichtungen. Bildung ist somit der Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge, der am stärksten direkt auf die Veränderungen der Altersstruktur und die rückläufigen Kinderzahlen reagiert. Für die Oberpfalz wird in den kommenden Jahren eine deutliche Verschiebung im Altersaufbau der Bevölkerung vorhergesagt: Einer steigenden Zahl älterer Einwohner stehen immer weniger junge Menschen gegenüber. So wird der Anteil der unter 19-jährigen bis zum Jahr 2024 um etwa ein Fünftel zurückgehen. Aus kommunaler Sicht sind insbesondere die Jahrgänge der Drei- bis unter Sechsjährigen (Kindergärten) sowie der Sechs- bis unter 16-jährigen (Schulen) interessant. Erstere werden bis 2024 um knapp 15 %, letztere sogar um gut 22 % abnehmen.

Daraus ergeben sich Folgen für die Versorgung mit Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Mit der rückläufigen Kinderzahl nimmt zunächst die durchschnittliche Gruppen- bzw. Klassenstärke ab - wird dabei die Tragfähigkeit von Einrichtungen unterschritten, kann dies zu deren Schließung führen.

Um auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Familien zu bleiben, sind die Kommunen aufgefordert, das vorhandene Angebot der sich ändernden Situation anzupassen. Dem Erhalt und weiteren Ausbau eines den modernen pädagogischen Anforderungen entsprechenden Netzes leistungsfähiger Angebote für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dies kann beispielsweise durch eine schulträgerübergreifende Organisation sowie räumliche Vernetzung von Schulstandorten erfolgen. Bauliche, standörtliche und verkehrliche Anpassungsmaßnahmen sollten dazu in ein Gesamtkonzept integriert werden, das eine Konzentration auf gut erreichbare und dauerhaft zu sichernde Standorte vorsieht. Anpassungsalternativen sollten frühzeitig bewertet und in eine sachgerechte öffentliche Diskussion mit den Bürgern, insbesondere den betroffenen Eltern eingebracht werden.

Handlungsmöglichkeiten

  • Verstärkte Bemühungen zur Bindung junger Bevölkerungsgruppen (z.B. durch gezielte Förderung von Existenzgründungen, Rückbau von Infrastruktur)
  • Demografische Entwicklung bildet die Grundlage für Klassenbildung, Lehreinsatz, Schulorganisation sowie Schulhausbau

Praxisbeispiele