"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen,
sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein" (Perikles)  

Demografischer Wandel

in der Oberpfalz

Die Bedürfnisse verändern sich
neue Angebotsformen und Hilfestellungen für die wachsende Gruppe der älteren Bürger

Der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppen wird aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung in den kommenden Jahren in allen Teilräumen absolut und relativ zunehmen: Im Jahr 2024 wird fast jeder Dritte Einwohner der Oberpfalz 60 Jahre und älter sein (2004: 23 %). Aus diesen altersstrukturellen Verschiebungen ergeben sich Folgen für die Versorgung der Bevölkerung mit Infrastruktureinrichtungen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu, gleichzeitig verringert sich das Potenzial der häuslichen Pflege (durch Individualisierung, steigende Mobilität), wodurch die Nachfrage nach Heim- und Pflegeplätzen weiter zunehmen wird. Die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld "alternde Gesellschaft" gehört daher zu den prioritären Herausforderungen jeder Kommune. Zumal der Alterungsprozess auch andere kommunale Handlungsfelder betrifft, wie beispielsweise die Gewährleistung der Mobilität älterer Mitbürger, die Versorgung mit privaten und öffentlichen Dienstleistungen, die Bereitstellung eines zielgruppenorientierten Kultur- und Freizeitangebots.

Vor diesem Hintergrund sollten sich die Kommunen frühzeitig mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ein erster Schritt könnte in der Überprüfung der kommunalen Handlungsfelder unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels und insbesondere der Alterung liegen. Ein Ergebnis könnte dann eine kommunale Altenhilfeplanung sein.