Was ist eine "FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)"?
Eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems, verursacht durch das FSME-Virus.
Das Krankheitsbild der FSME
Das Erkrankungsrisiko nach einer Infektion mit FSME-Viren liegt bei ca. 30 %. Etwa 90 % der
Infektionen verlaufen entweder ohne Krankheitszeichen oder z.B. mit leichten grippeähnlichen
Symptomen und Fieber. Nur etwa 10 % der Infizierten erkranken in einer zweiten Phase, meist nach
einem fieberfreien Intervall von 8 Tagen, unter erneutem Fieberanstieg. In seltenen Fällen kann
das fieberfreie Intervall auch fehlen. Kinder und Jugendliche erkranken meist leichter als Erwachsene,
mit zunehmendem Alter (besonders ab 60) sind schwere bis tödliche Verlaufsformen beschrieben. Auch
Lähmungen treten dann häufiger auf. Neurologische Restschäden bleiben bei ca. 10 % der Fälle bestehen
und die durchschnittliche Häufigkeit von Todesfällen beträgt 1-2 %.
Die klinischen Erscheinungsbilder einer FSME sind eher unspezifisch. Deshalb kommt der
Labordiagnostik eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte bei jedem Verdacht auf eine Infektion erfolgen.
Wie therapiert man die FSME?
Da eine ursächliche Therapie nicht möglich ist, werden die Symptome behandelt (Bettruhe bis zum
Abklingen der neurologischen Krankheitszeichen, Verabreichung von Schmerzmitteln, Vitaminen und
fiebersenkenden Medikamenten, Krankengymnastik bei Lähmungen).
Wie kann man sich vor der Erkrankung schützen?
Vor einer FSME-Erkrankung kann man sich durch Impfung schützen. Das ist auch deshalb wichtig,
weil man eine FSME-Erkrankung nicht ursächlich durch Medikamente behandeln kann. Der durch drei
Teilimpfungen aufgebaute Schutz hält 3-5 Jahre an und muss dann wieder durch eine Impfdosis
aufgefrischt werden. Ein gewisser Impfschutz besteht bereits nach den ersten beiden Teilimpfungen,
dieser muss aber durch die dritte Teilimpfung gefestigt werden.
Wichtig:
FSME-Viren können sofort nach Beginn des Blutsaugens übertragen werden. Das Entfernen einer Zecke
bietet also keinen Schutz vor einer FSME.
Wo befinden sich die Endemiegebiete für FSME?
In Deutschland gibt es einige Risiko- oder Endemiegebiete für FSME, die sich überwiegend in Bayern
und Baden-Württemberg befinden. In Österreich sind besonders die Flussniederungen entlang der Donau
(Niederösterreich, Kärnten, Steiermark, Burgenland) betroffen.
Konkrete Hinweise über die FSME-Endemiegebiete können bei den Gesundheitsämtern, Apotheken und
beim Hausarzt abgefragt werden, da es regelmäßig aktualisierte Karten über die Naturherdgebiete bzw.
Endemiegebiete gibt.
Des weiteren finden Sie im Internet eine Verbreitungskarte z.B. für Bayern bei
Baxter, Deutschland.
Und die Oberpfalz?
Als FSME-Risikogebiete gelten in der Oberpfalz die Landkreise Cham, Schwandorf und Regensburg.
Dies bedeutet, dass hier in den vergangenen Jahren mehrere FSME-Erkrankungen aufgetreten sind, was
für ein höheres Infektionsrisiko als in den übrigen Landkreisen spricht. Bei häufigerem Aufenthalt
in der freien Natur ( Freizeit, Beruf) ist deshalb eine Impfung zu empfehlen.
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