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Die Finanzhilfen der Städtebauförderung werden in verschiedenen Programmen gebündelt und für die Gemeinden bereitgestellt.
Die Programme werden jährlich entsprechend den aktuellen förderpolitischen Zielsetzungen, dem zur Verfügung stehenden Fördervolumen und dem angemeldeten Finanzierungsbedarf der Gemeinden neu aufgestellt, angepasst und fortgeschrieben.
Soweit es die Haushalte des Bundes, der Länder und der Europäischen Union zulassen, bemühen wir uns als verlässlicher Partner der Gemeinden die Finanzhilfen bedarfsgerecht bereitzustellen.
Siehe dazu:
Städtebauförderung
Programme
Die Städtebauförderungsprogramme im Einzelnen:
Bayerisches Städtebauförderungsprogramm
Das seit 1974 bestehende Bayerische Programm ist als ergänzendes landeseigenes Programm vor allem für kleinere Städte und Gemeinden im ländlichen Raum geeignet. Hier können neben den Gesamtmaßnahmen auch städtebauliche Einzelvorhaben gefördert werden, mit denen bereits wesentliche Ziele der städtebaulichen Erneuerung oder Entwicklung erreicht werden können.
Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme
Nähere Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Sanierung und Entwicklung
Das seit 1971 bestehende "allgemeine" Programm ist die klassische Hilfe zur Beseitigung von städtebaulichen Missständen in städtebaulichen Sanierungsgebieten und Entwicklungsbereichen. Im Rahmen der städtebaulichen Erneuerung ermöglicht es insbesondere die Erhaltung und Modernisierung von Gebäuden und die Verbesserung des Wohnumfelds in den Städten und Gemeinden und revitalisiert die Innenstädte und Stadtteilzentren.
Soziale Stadt

Seit 1999 richtet sich das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" an Gemeinden mit Stadt- und Ortsteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf. In diesen städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Quartieren sollen im Rahmen einer sozialen Stadtentwicklung durch Maßnahmen, die der Verbesserung des Wohnungsbestandes, der Schaffung neuer Wohnqualitäten und eine attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes dienen, die Integration und der gesellschaftlichen Zusammenhalt im Quartier gestärkt werden. Der integrative Ansatz des Programms setzt verstärkt auf eine Partizipation und Kooperation aller Beteiligten.
Stadtumbau West
Mit dem erstmals 2004 aufgelegten Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" soll dem wirtschaftlichen und demographischen Strukturwandel durch städtebauliche Maßnahmen planvoll und vorausschauend entgegengewirkt werden. Die in diesem Programm geförderten Maßnahmen dienen in erster Linie der Revitalisierung von Industriebrachen, der Sanierung von Innenstädten mit hohem Gebäudeleerstand sowie der Konversion ehemals militärisch genutzter Flächen.
Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Das seit 2008 bestehende Programm "Leben findet Innenstadt - Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" dient zur Vorbereitung und Durchführung von Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche als Standorte für Wirtschaft, Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Es zielt auf ein verstärktes privates Engagement und eine erhöhte Investitionstätigkeit in bayerischen Stadt-, Orts- und Stadtteilzentren ab. Im Rahmen öffentlich-privater Kooperationen arbeiten sie gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft, Immobilieneigentümern und Bürgern an der Aufwertung ihrer Stadt- und Ortszentren. Als neues Instrument unterstützt ein öffentlich-privater Projektfonds zusätzlich die Zusammenarbeit vor Ort.
Städtebaulicher Denkmalschutz
Das seit 2009 eingeführte Städtebauförderungsprogramm hat zum Ziel, bau- und kulturhistorisch wertvolle Stadt- oder Ortskerne auf breiter Grundlage zu sichern und zu erhalten. Neben der Revitalisierung von historischen und denkmalwerten Einzelgebäuden stehen auch die Stadtreparatur und der Erhalt historischer Ortsstrukturen im Vordergrund. Die historischen Zentren sollen sich zu lebendigen Orten entwickeln, die für Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit gleichermaßen attraktiv sind und sowohl Einwohner als auch Besucher anziehen.
Kleinere Städte und Gemeinden
Das 2010 aufgelegte Programm wendet sich vor allem an Kommunen im ländlichen Raum und will dort insbesondere die überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke zur Sicherung und Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge fördern. Antragsberechtigt sind vor allem kleinere Städte, Märkte und Gemeinden in dünn besiedelten, von Abwanderung bedrohten oder vom demographischen Wandel betroffenen Gebieten vorrangig in strukturschwachen und sonstigen ländlichen Räumen.
EU-Programm
In der Förderperiode 2007-2013 wird die "Nachhaltige Stadtentwicklung" des Ziels "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" (RWB) durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Dabei werden besonders strukturwirksame Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung in den Maßnahmengruppen Revitalisierung von Konversions- und Brachflächen, Aufwertung von Stadt- und Ortsteilen mit besonderem wirtschaftlichen, ökologischem oder sozialem Entwicklungsbedarf und Bewahrung und Erschließung des historischen, kulturellen und natürlichen Erbes aufgenommen.
Modellvorhaben Ort schafft Mitte

Städte und Gemeinden im ländlichen Raum stehen vor den Herausforderungen der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft sowie wirtschaftsstruktureller Veränderungen. Die individuelle Anpassung der örtlichen Situation an den künftigen Bedarf erfordert auch beim Planen und Bauen innovative Ansätze, die im Rahmen des Modellvorhabens ermöglicht werden sollen. Neben der Unterstützung aus den Städtebauförderungsprogrammen bietet das Modellvorhaben neue Instrumente wie die Einrichtung eines kommunalen Entwicklungsfonds für Erwerb, Reaktivierung und Veräußerung von innerörtlichen Grundstücken und Gebäuden im Interesse der gemeindlichen Entwicklung. Das Modellvorhaben richtet sich an bayerische Städte, Märkte und Gemeinden im ländlichen Raum, die gemeinsam mit Immobilieneigentümern, Gewerbetreibenden und Bewohnern die Initiative ergreifen und ihre Ortsmitten neu beleben wollen. Aus der Oberpfalz wurden die Gemeinde Blaibach und die Stadt Kemnath für das Modellvorhaben ausgewählt.
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