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Definition und Historie
So fing alles an
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt
und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 in Rio de Janeiro wurde
das weltweite Aktionsprogramm der Agenda 21 verabschiedet.
Ausgangspunkt für die Entwicklung der Agenda 21 war die Erkenntnis zunehmender globaler Missstände, die sich stetig verschlimmern und die beseitigt werden müssen, um allen Menschen ein würdiges Leben in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen. Die 179 unterzeichnenden Staaten waren sich einig, dass global und lokal gehandelt werden muss. Ein Umdenken und Suchen nach Lösungswegen muss stattfinden.
Die Inhalte der Agenda 21 sind keine spontanen Ergebnisse der
Rio-Konferenz im Jahre 1992, sondern gehen zurück auf eine ganze
Reihe von Konferenzen und Dokumenten aus den zurückliegenden 20
Jahren.
Die drei tragenden Säulen
Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit sind die drei tragenden Säulen, auf denen das Programm basiert. Diese Bereiche werden nicht mehr getrennt voneinander verstanden, sondern als ein ineinander verzahntes System, in dem es viele Abhängigkeiten und Wechselwirkungen gibt. Diese Zusammenhänge müssen erkannt und auch genutzt werden. Ein Beispiel: Umweltschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen kombiniert werden.
Die Rolle der Kommunen
Die Kommunen sind die politische Ebene, die den Bürgern am
nächsten ist. In ihr sind viele Aufgaben angesiedelt, die für
nachhaltige Entwicklung besonders wichtig sind: Versorgung mit
Energie und (Ab-)Wasser, Siedlungsbau, Müllentsorgung, Verkehr
usw.
Deshalb haben die Kommunen den Auftrag von der Agenda 21 bekommen,
jeweils ihre eigene "lokale Agenda 21" zu erarbeiten. Dabei sollen
die Kommunalverwaltungen in einen Dialog treten mit ihren
Bürgerinnen und Bürgern, den örtlichen Organisationen (z.B.
Vereinen, Umweltgruppen, Sozialeinrichtungen etc.) und der
Privatwirtschaft. Gemeinsam soll ein Handlungsprogramm entwickelt
werden, auf das konkrete Projekte zur Umsetzung folgen.
siehe auch:
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